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Die Farben und der Glanz von Mineralien
Es gibt übrigens, auf vielen Börsen Mineralien zu kaufen, welche durch Erhitzen, Bedampfen oder künstliche radioaktive Strahlung farblich aufgemotzt werden. Solche Manipulationen sollten dem Käufer mitgeteilt werden, aber das ist leider nicht immer der Fall.
Pyrit (Schwefelkies) ist opak
Diese hübsche
Pyritstufe stammt aus dem Steinbruch am Mattenberg bei Bad Münder. Werden bestimmte Wellenlängen des Tageslichts durch eine Mineraloberfläche absorbiert, so wird der andere Teil der Wellenlängen reflektiert. Nach dieser "Filterung" gelangen die reflektierten Wellen auf im Auge liegende Rezeptoren und werden als Nervenimpuls ins Gehirn geleitet. Erst dort angekommen wird aus dem Nervenimpuls eine Farbe. Die in der Netzhaut liegenden Rezeptoren werden in Zapfen und Stäbchen unterschieden. Die Stäbchen sind auf Lichtempfindlichkeit spezialisiert und reagieren somit auf hell und dunkel. Die Zapfen hingegen sind für die Farbwahrnehmung zuständig. Wir unterscheiden drei unterschiedlich spezialisierte Zapfen. Jedem Typ ist einer der drei Grundfarben, Blau, Grün und Rot zugeordnet. In ihrem speziellen Bereich sind diese Zapfen besonders empfindlich. Frauen verfügen übrigens über deutlich mehr Rezeptoren als Männer. Bei der Bestimmung eines Minerals ist auch dessen Strichfarbe von großer Bedeutung. Man erhält sie wenn man eine weitestgehend reine Probe fein pulverisiert und auf einer unglasierten Porzellantafel (Strichtafel) ausstreicht. Bei den meisten Mineralien erhält man nun die Eigenfarbe der Probe. Große Abweichungen zwischen der Strich- und Eigenfarbe beobachtet man oft bei Sulfiden und Oxiden. Das Mineral und Element Schwefel ist beispielsweise von gelber Farbe und hat einen weißen Strich. Das Oxid Hausmannit hingegen ist schwarz und hat einen braunen bis rötlichbraunen Strich.
Marienglas (Gips)
Marienglas (Gips) ist oft durchsichtig bis durchscheinend. Der Glanz ist ein wichtiges Erkennungsmerkmal von Mineralien und sehr leicht feststellbar. Den Diamantglanz findet man z. B. bei Sphalerit (Zinkblende). Einen Metallglanz haben u. a. Gold, Silber und Kupfer. Braunit hingegen hat einen Halbmetallglanz und der bekannte und beliebte Fluorit (Flußspat) hat einen Glasglanz. Im Zusammenhang mit Farbe und Glanz ist außerdem die Transparenz von großer Bedeutung. So gibt es durchsichtige Mineralien wie etwa Bergkristall, einem bekannten Mineral aus der vielseitigen Quarzgruppe. Es gibt halbdurchsichtige Mineralien wie etwa Smaragd (Beryll) und Topas (Silikat). Durchscheinend sind Mineralien wenn das Tageslicht nur noch durch dünne Kristalle oder durch Kristallkanten schimmert und undurchsichtige (opake) Mineralien lassen auch durch dünnste Blättchen kein Licht hindurch.
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(c) Frank Kuznik |
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