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Die Ritzhärte der Mineralien
Für den Mineraliensammler ist vor allem die Ritzhärte (nach Mohs) wichtig. Diese kann mit einfachen Mittels auch
vor Ort ermittelt werden. Die Ritzhärte definiert sich als der Widerstand, den die Oberfläche der Beschädigung durch Ritzen entgegensetzt. In der Mohsschen Härteskala werden zehn Minerale, deren Härte immer gleich ist, als
Standard benutzt. Dabei sind die Abstände zwischen den Härtegraden nicht gleich groß, sondern variieren stark.
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Härtegrad
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Mineral
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1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
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Talk Gips Calcit Fluorit Apatit Orthoklas Quarz Topas Korund Diamant
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Um nun die Ritzhärte einer Probe zu untersuchen, sollte man mit ihr erst an dem härtesten Mineral der Skala ritzen. Bekommt der Diamant dadurch einen Kratzer, ist die Probe härter. Das dürfte aber
kaum passieren, da der Diamant das härteste natürliche Mineral darstellt. Wenn es dennoch passiert, herzlichen Glückwunsch, der Diamant ist wahrscheinlich eine Fälschung. So arbeitet man sich in
Richtung des weichsten Minerals durch. Sobald weder Probe noch Skalamineral geritzt werden können, ist die Ritzhärte ermittelt. Natürlich kann man auch mit Härtegrad 1 (Talk) anfangen. Dadurch
verbraucht man aber schneller die Skalamineralien. Um sichere Ergebnisse zu bekommen ist etwas Übung notwendig. Dann kann man sogar auf die Skalamineralien verzichten und andere Hilfsmittel
nutzen. Mineralien bis Härte 2 lassen sich mit dem Fingernagel ritzen. Kupfermünzen haben eine Härte von 3 und Fensterglas etwa
5. Damit lassen sich bereits viele Mineralien vor Ort auf die Härte testen. Natürlich bietet der Handel auch wieder etwas an. Hier gibt es Ritzbestecke welche aus Stiften bestehen deren Spitzen unterschiedliche Härten aufweisen.
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Fluorit, ein Mineral der Mohsschen Härteskala
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Rosa gefärbte
Fluoritkristalle vom Flußschacht bei Rottleberode im Harz.
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Der Härtegrad einer Kristalloberfläche ist bei vielen Mineralien richtungsabhängig. Diese Abhängigkeit kann mit dieser Methode kaum festgestellt werden. Um
die Härte genauer zu prüfen wurden daher unterschiedliche Messverfahren entwickelt. Da diese Verfahren sehr aufwendig sind und teure Technik benötigen bleiben sie Wissenschaftlern, wie Mineralogen und Metallogen, vorbehalten.
So entwickelten Vickers und Brinell zwei unterschiedliche Methoden um die Eindruckhärte zu ermitteln. Beide
Methoden geben das Ergebnis in kg/mm2 an.
Das wichtigere Verfahren, von Vickers, nutzt zur Feststellung der Härte einen
flachen, pyramidenförmigen Diamant. Hiermit lassen sich selbst geringe Unterschiede gut ermitteln.
Um die Härte nach der Methode von Brinell zu ermitteln wird eine Kugel in die Probe gedrückt. Das
Verhältnis von Belastung zu Flächeninhalt der Kugel ist hierbei das Maß der Brinellhärte.
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