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Die Spaltbarkeit und der Bruch von Mineralien

Galenit (Bleiglanz)

Galenit (Bleiglanz)

Spaltbarkeit # 5 (100) gelegendlich # 5 (111).

V
iele Mineralien lasse sich durch mechanische Einwirkung in kleine Teile zerlegen. Oft sind diese Spaltstücke von ebenen, glatten begrenzt. Ganz besonders deutlich tritt dieser, Spaltbarkeit genannte Effekt bei Mineralien mit der Endung -spat auf (Flußspat, Kalkspat, Schwerspat). Die Spaltbarkeit hat ihren Grund in der Kristallstruktur. Hier spielen sog. Netzebenen, geringe Bindungen und die Abstoßungsstellung eine wichtige Rolle. Die Spaltstücke geben uns einen direkten Einblick in den Feinbau und die Symmetrie der Kristalle. Die kubischen Mineralien Galenit (Bleiglanz) und Halit (Steinsalz) ergeben so z. B. würfelige Spaltstücke und der trigonale Calcit (Kalkspat) zerfällt in rhomboedrische Spaltstücke. Ein Mineral hat oft unterschiedliche Spaltbarkeiten, jeweils in bestimmten Richtungen. Das macht es nötig auch die entsprechende Fläche anzugeben um die Qualität der Spaltbarkeit zu beschreiben. Die besten Ergebnisse erzielt man natürlich mit reinsten Kristallen. Die Qualität der Spaltbarkeit wird als: höchst vollkommen, vollkommen, gut, deutlich, undeutlich und angedeutet bezeichnet. Sie läßt sich aber auch als Zahl mit dem Zeichen # angeben. So bedeutet # 4 (111) eine vollkommende Spaltbarkeit nach dem Oktaeder.

Ist die Festigkeit eines Kristalls in allen Richtungen seiner Flächen annähernd gleich, so gelingt das Erzeugen von Spaltstücken nicht, der Kristall zerbricht. Wie die Spaltbarkeit, so ist auch der Bruch ein wichtiges Erkennungsmerkmal. Man bezeichnet den Bruch als: muschelig, eben, uneben, glatt, hakig, splitterig und erdig. Der bekannte Quarz hat einen muscheligen Bruch, Gold hingegen einen hakigen.

 

 

 

 

(c) Frank Kuznik

 

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