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Weitere Eigenschaften Mineralien Hier erläutere ich einige weitere Eigenschaften wie z. B. den interessanten und toller Effekt der Lumineszenz oder auch die Dichte, welche für die Bestimmung wichtig sein kann. Natürlich gibt noch andere Eigenschaften wie z. B. radioaktive oder thermische. Da sie für die meisten Sammler nur von geringer Bedeutung sind, gehe ich nicht weiter darauf ein.
Verschiedene Mineralien haben die Eigenschaft sichtbares Licht auszusenden. Diese Eigenschaft wird Lumineszenz genannt. Um sie hervorzurufen muß man diesen Mineralien allerdings Energie in unterschiedlicher Form zuführen. Erfolgt das Leuchten nur währen der Energiezufuhr, spricht man von Fluoreszenz. Ist das Leuchten auch nach der Anregung noch vorhanden, heißt es Phosphoreszenz. Je nach Art der zugeführten Energie unterscheidet man: Photolumineszenz bei der Anregung durch kurz- oder langwellige UV-Strahlung. Man beobachtet diese Erscheinung u. a. bei Gips, Fluorit und Sphalerit. Radiolumineszenz bei der Bestrahlung mit radioaktiver Strahlung. Reagierende Mineralien sind u. a. Diamant, Apatit und Zirkon. Thermolumineszenz bei der Erwärmung des Minerals. Meist tritt dieser Effekt bei Temperaturen um 100 °C auf. Die Temperatur kann aber bei einigen Mineralien aber weitaus geringer sein. Bekannt für die Thermolumineszenz sind u. a. Fluorit, Topas und Baryt.
Von untergeordneter Bedeutung in der Mineralogie sind die Kathodolumineszenz, Kristallolumineszenz, Chemolumineszenz und die Elektrolumineszenz. Es gibt unterschiedliche Gründe für eine Lumineszenz. Aber in den meisten Fällen ist der Einbau von Spurenelementen in das Kristallgitter verantwortlich. Auch radioaktive Elemente und Gitterfehler können eine Rolle spielen. Manche Mineraliensammler haben sich auf sog. UV-Mineralien spezialisiert und präsentieren ihre Mineralien in abgedunkelten Vitrinen unter UV-Licht. Hat man keine UV-Lampe zur Hand, funktioniert auch eine Schwarzlichtlampe oder die Lampe zur Echtheitsprüfung von Banknoten. Da UV-Strahlung die Augen schädigen kann, muß man auf eine ausreichenden Schutz der Augen achten.
Pyrit, verzwillingt nach dem Eisernen Kreuz
Bei genauer
Betrachtung erkennt man die zwei beteiligten Pentagondodekaeder. Hierbei handelt es sich um das gesetzmäßige Verwachsen von zwei Mineralindividuen gleicher Ausbildung und Art. Diese Verwachsungen sind in einer Reihe von Zwillingsgesetzen geregelt. Unterschieden werden die Gesetze in Ebenen- und Achsengesetzen, daraus ergeben sich Berührungs- und Durchwachsungszwillinge. Sind mehr als zwei Individuen beteiligt, spricht man von Drillingen oder sogar von Viellingen. Viele Mineralien bilden Zwillinge aus und sind bei Mineraliensammlern sehr beliebt. Zwillinge sind in allen Kristallsystemen vertreten und können wichtig bei der Bestimmung eines Minerals sein. Zwillinge kann man an unterschiedlichen Merkmalen erkennen. Das können z. B. einspringende Winkel sein, welche aber auch oft fehlen. Ein weiterer Hinweis auf eine Zwillingsbildung ist die sog. Zwillingsnaht zwischen den beteiligten Individuen. Ein wichtiger Faktor ist auch die Streifung der Kristallflächen, hier ist die Fiederstreifung zu nennen. Einige Zwillingsgesetzte sind unter Mineraliensammlern sehr bekannt. So das Karlsbader und Bavenoer Gesetz nach dem das Mineral Orthoklas Zwillinge bildet. Dann gibt es die sog. Schwalbenschwanzkristalle bei Calcit (Kalkspat) und Gips und die berühmten Visiergraupen des Kassiterits (Zinnstein) aus dem sächsischen Erzgebirge. Aus dem Weserbergland sind Zwillinge des Pyrits bekannt. Hier bilden zwei Pentagondodekaeder Zwillinge nach dem Pyritgesetz. Aufgrund Ihrer Erscheinung werden sie Eiserne Kreuze genannt.
Die Dichte Als einfach festzustellende Konstante jeder homogenen Substanz ist die Dichte eine bedeutende Eigenschaft zur Bestimmung. Dabei ist zu berücksichtigen das die Dichte durch Temperatur und Druck beeinflußt werden kann. Um die Dichte eines Minerals zu bestimmen kann eine homogene (reine) Probe mittels einer sog, hydrostatischen Waage gewogen werden. Hierbei wird die Probe erst in der Luft und anschließend auch in Wasser gewogen. Weitere Möglichkeiten zur Feststellung der Dichte bieten ein sog. Pyknometer und die Schwebemethode. Die schwersten Mineralien findet man unter den Elementen (Iridium 21,6-22,5), Erzmineralien liegen etwa zwischen 4 und 7,5. Die Begleitmineralien sind oft deutlich leichter. Diese Eigenschaften macht man sich in der Aufbereitung zu Nutzen.
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(c) Frank Kuznik |
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