|
Gang Ein Gang ist eine mineralogische Spaltenausfüllung in einem Gestein. Die Gangfüllung ist jüngeren Ursprungs als das Gestein.
Gangart
Sammelbezeichnung für nichtmetallische Mineralien welche gemeinsam mit dem Erz auf der Lagerstätte vorkommen.
Gangkreuz
Bereich in welchem sich zwei oder auch mehrere Gänge schneiden. Die Konzentration der Vererzung ist in solchen Bereichen stets höher.
Garung
Der Verkoksungsvorgang.
Garungsdauer
auch Garungszeit Zeitdauer für die Koksbildung im Koksofen.
Gasvorlage
Auffangvorrichtung für gasförmige und flüssige Stoffe am Koksofen.
Gebirge
Das anstehende Gestein unter Tage.
Gebirgsanker rock bolt In Bohrlöchern eingebrachte Stahlstangen zur Verklammerung von lockeren Gesteinsschichten. Gesteinsanker können mehrere Meter lang sein und werden
im Bergbau und im Straßenbau eingesetzt.
Gebräch brittle Mürbes Gebirge welches sofort nach dem Freilegen hereinbricht.
Gedinge
Akkordarbeit im Bergbau.
Gefrierschachtverfahren Schachtbauverfahren bei welchem durch einen Kälteträger ein Frostkörper erzeugt wird. Die durch die Vereisung entstandene Festigkeit des Gesteins wird genutzt um in
ihrem Schutz einen Schacht abzuteufen.
Gefäßförderung
Schacht- oder Blindschachtförderung mittels Gefäßen. Hierzu wird an das Treibseil ein Kübel eingehängt.
Gegentrum
Die Fortsetzung eines Ganges auf der anderen Talseite.
Geleucht
Die Lampe des Bergmanns: Frosch, Karbidlampe, Akku-Kopflampe.
Generaldruck
Hauptdruck der beim Abreißen des über dem Abbau liegenden Haupthangenden entsteht und einen besonders starken Gebirgsdruck darstellt.
Generalgedinge
Für längere Laufzeit oder größere Arbeiten abgeschlossene Gedinge bei vorraussichtlich gleichbleibenden Verhältnissen.
Geode
Hohlraum dessen Wände ganz oder teilweise mit zum Teil sehr gut ausgebildeten Kristallen ausgekleidet ist. Im Gegensatz zur Druse ist eine Geode gleichmäßig geformt.
Gerechtsame
Vererbliches und veräußerliches Nutzungsrecht an Grundstücken.
Gerinne auch Gerenne launder
Einrichtung um unter Tage das Grubenwasser zu leiten. Dieses können z. B. in den Fels gehauene Rinnen sein.
Gesenk winze Schachtähnlicher aber nicht sehr tiefer Grubenbau
Gestänge
Gleis der Grubenbahn oder auch Stangen zur Kraftübertragung.
Gestängewasserhaltung Pumpenanlage zum Heben des Grubenwassers. Der Antrieb erfolgt von über Tage nach unter Tage über ein im Schacht angebrachtes Gestänge.
Gesteinsarbeiter
Ein Bergmann der im Nebengestein Grubenräume erstellt.
Gestellförderung
cage winding Schacht- und Blindschachtförderung mit Förderkörben.
Geviertes Feld
auch Geviertfeld Nicht nur auf ein Flöz beschränktes Grubenfeld mit senkrechten Grenzen bis in die ewige Teufe.
Gewerke
Kuxinhaber (Anteilseigner) einer bergrechtlichen Gewerkschaft.
Gewerkenversammlung
Versammlung der Kuxinhaber.
Gewinnung
Das Lösen der Rohstoffe aus dem festen Gebirgsverband unter Tage. Von Hand ebenso wie auch durch den Einsatz von Maschinen und Sprengstoff.
Gezähe
Handwerkzeug des Bergmanns wie z. B. Schaufel, Hacke, Eisen und Schlegel.
GI 90
Grubenausbauprofil aus Stahlträgern Doppel-T mit 90mm Steghöhe.
Glanz Ein
wichtiges Merkmal zum bestimmen eines Minerals. Mit dem Glanz bezeichnet man den Charakter von Brechung und Reflexion des einfallenden Lichtes, auf der vom Mineral gebildeten Struktur der Oberfläche.
Man unterscheidet: - Metallglanz, - Nichtmetallglanz, - Diamantglanz, - Perlmuttglanz, - Glasglanz, - Fettglanz, - Seidenglanz, - Harzglanz.
Glanze
Ein bergmänischer Begriff für vorwiegend sulfidische Erze wie Bleiglanz (Galenit).
Glückauf
Wahrscheinlich aus dem Erzbergbau stammender, etwa 700 Jahre alter Gruß der Bergleute.
Göpel
Historische Fördereinrichtung zur Schachtförderung bei welcher die Zugkraft von Tieren zum Antrieb von Fördermaschinen genutzt wurde.
Graben ditch Durch querschlägige Störungen von der benachbarten Scholle getrenntes, tiefer liegendes Schichtpaket.
Grad
Gon Winkelmaß. Rechter Winkel = 90° = 100 gon.
Grenzläufig
Zur Markscheide hin verlaufend.
Grubenbau
Ein planmäßig hergestellter bergmännischer Hohlraum unter Tage.
Grubenbewetterung
Versorgung der Grube mit Frischluft.
Grubenbild
auch Grubenkarte mine map Kartographische Darstellung des Grubengebäudes.
Grubenfeld
Räumlich begrenzter und markscheiderisch vermessener Bereich der bergmännischen Berechtsame.
Grubengas
Schädliche, teil hochexplosive Wetter. Insbesondere im Steinkohlebergbau stellt das Methan eine große Gefahr da. Bei einer Vermischung mit der Luft und einer Konzentration zwischen 5 und 14 Vol.% ist
das Grubengas hoxhexplosiv und wird als Schlagwetter bezeichnet.
Grubengebäude
Sämtliche Untertageräume eines Bergwerkes.
Gruskohlen
Eine Mischung von Feinkohle mit Staub und Abrieb.
Grubenwarte Zentrale Überwachungsstelle, welche alle für den Grubenbetrieb und seine Sicherheit maßgeblichen Daten erfaßt.
Grubenwehr
Bergmänner mit einer Spezialausbildung zur Brandbekämpfung und Rettung von Menschen unter Tage.
|